6. April 2018

Makroskopie

Makroskopie ist die mit bloßem Auge durchgeführte Untersuchung, eingesandter Gewebeproben oder Organe, die Beurteilung hinsichtlich krankhafter Veränderungen, der Zuschnitt und ggf. die Auswahl geeigneter Entnahmen für die feingewebliche Untersuchung. Sämtliche Präparate, bei denen nicht das gesamte Material zur histologischen Untersuchung gelangt und eine Auswahl des weiter zu bearbeitenden Gewebes erfolgen muss, werden von Ärzten makroskopisch untersucht und zugeschnitten. Biopsien und Proben, die vollständig zur mikroskopischen Untersuchung gelangen, können von geschulten Mitarbeiterinnen makroskopisch bearbeitet werden.

 

 

Die Ärzte und Mitarbeiterinnen, die den makroskopischen Zuschnitt durchführen, sind verpflichtet, alle Gewebeproben und Organe gründlich zu untersuchen, korrekt, vollständig und entsprechend der geltenden Arbeitsanweisungen zu beschreiben. Der makroskopische Untersuchungsbefund wird direkt beim Zuschnitt des Untersuchungsmaterials diktiert, in der EDV gespeichert und steht für die spätere histologische Untersuchung in der Befundbearbeitungssoftware zur Verfügung.

 

 

Mikroskopie, abschließender Befund

Mikroskopie ist die histologische Untersuchung von Gewebeschnitten und zytologischen Präparaten am Mikroskop.

Der Facharzt, der die Makroskopie durchgeführt hat, sollte nach Möglichkeit auch die Mikroskopie durchführen und den abschließenden Befund erstellen. Der Befund wird nach der Begutachtung der Gewebeschnitte diktiert und an das Schreibbüro zum Schreiben und Ausdrucken gegeben. Der Facharzt überprüft den Ausdruck des Befundes.

Fälle, in denen bösartige Tumore diagnostiziert wurden, werden unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen an das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen gemeldet.

 

 

 

 

 

Behandlung kritischer Fälle / Konsile

Stellt der Facharzt bei der Erstellung des Befundes fest, dass die Diagnose von ihm nicht eindeutig getroffen werden kann, ist er verpflichtet, diesen Fall den anderen Fachärzten der Gemeinschaftspraxis für Pathologie vorzustellen. Nach Diskussion und ggf. Korrektur der getroffenen Diagnose überarbeitet der Facharzt den Befund.Ist eine zweifelsfreie Diagnose nach Ansicht der Fachärzte der Gemeinschaftspraxis unsicher bzw. nicht möglich, wird ein externer Facharzt für Pathologie, bei Bedarf auch mehrere Fachärzte, hinzugezogen (Konsil). Der Einsender wird darüber informiert.

 

Diese Seite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Datenschutzerklärung